Markus und die Autos — eine Geschichte in Motoren
Wie man vom Basteln in der Garage zum eigenen Betrieb kommt. Und warum die Eifel dafür der richtige Ort ist.
Ich weiß nicht mehr genau, wann ich angefangen hab mich für Autos zu interessieren. Es war kein Schlüsselmoment. Es war eher ein schleichendes Interesse, das sich irgendwann als festes Prinzip eingenistet hat: Ich will verstehen, wie Dinge funktionieren.
Autos funktionieren auf eine Art, die ich faszinierend finde. Mechanik, Physik, Material — alles greift ineinander, und wenn man’s versteht, kann man’s pflegen, reparieren, verbessern.
Angefangen hat es in der Garage
Mein erstes eigenes Auto war kein Schönling. Ein älterer Golf, der mehr Aufmerksamkeit brauchte als Benzin. Genau das Richtige für jemanden, der lernen will.
Ich hab mehr Wochenenden in dieser Garage verbracht als anderswo. Manchmal hat’s funktioniert, manchmal nicht. Aber jeder Fehler hat etwas gelehrt — über das Auto, und ehrlich gesagt auch über Geduld.
Die Eifel hat ihren eigenen Rhythmus
Ich bin hier aufgewachsen. Die Eifel ist kein einfaches Pflaster für Selbstständige — die Bevölkerungsdichte ist gering, die Wege sind lang, der Wettbewerb mit Städten läuft anders.
Aber genau das ist auch eine Chance. Wer hier einen Betrieb führt, der funktioniert, der baut auf Vertrauen. Nicht auf Laufkundschaft. Nicht auf Werbung. Auf Leute, die wiederkommen, weil’s gepasst hat.
Das ist das Modell, das ich mir 2021 vorgestellt hab, als ich den Betrieb gegründet hab.
Warum Reifen
Reifen sind das ehrlichste Teil am Auto. Sie lügen nicht. Man sieht sofort, wie jemand fährt, wie das Auto eingestellt ist, ob gepflegt wurde oder nicht. Reifen erzählen Geschichten.
Und Reifenservice ist eine Leistung, die jeder braucht — zweimal im Jahr mindestens. Das macht ihn planbar, verlässlich, bodenständig. Keine großen Überraschungen. Gute Arbeit, fairer Preis, fertig.
Was 2021 war
Der erste Februar 2021 war kein großer Tag nach außen hin. Kein Band durchschneiden, keine Eröffnungsfeier. Ich hab die Gewerbeanmeldung gemacht, hab angefangen Termine zu nehmen, und hab gearbeitet.
Seitdem ist der Betrieb gewachsen — mit Marcel Vanino, einem Kfz-Mechatroniker, der in der Werkstatt ausführt was anfällt. Gut, wenn man jemanden hat, der sein Handwerk ernst nimmt und einfach arbeitet.
Wohin
Ich will keinen Großbetrieb. Ich will einen Betrieb, hinter dem ich stehen kann. Wo ich jeden Kunden kenn, wo ich weiß was ich tue, und wo am Ende des Tages die Arbeit für sich spricht.
Das klingt vielleicht unambitioniert. Ist es aber nicht. Es ist einfach ein anderer Maßstab.